Warum ich Edgepresso gebaut habe — ehrlich erzählt

Ich bin kein Startup. Ich bin ein Trader, der ein Problem hatte.
Seit ein paar Jahren trade ich Forex — hauptsächlich GBPJPY, London- und New-York-Session. Und wie jeder, der ernsthaft backtestet, kannte ich dieses Ritual: TradingView für die Charts, MetaTrader für die Ausführung, Excel für das Journal, Screenshots in irgendeinem Ordner, den ich nie wieder öffne. Vier Tools, die nicht miteinander reden. Jeden Abend.
Irgendwann habe ich aufgehört, auf das perfekte Tool zu warten, und angefangen, es selbst zu bauen.
Was Edgepresso eigentlich ist
Edgepresso ist der Arbeitsplatz, den ich mir selbst gewünscht habe: Backtesting, Journal und Live-Trading in einer Oberfläche. Du lernst deine Strategie exakt in dem Chart, in dem du später auch live handelst — kein Umgewöhnen, kein Tool-Wechsel, keine Ausreden.
- Candle-Replay mit echten Kursdaten, Kerze für Kerze, wie ein Videorekorder für den Markt
- Trade-Journal & Analytics, die sich automatisch füllen, statt dass ich abends Excel pflege
- Playbook: Welches Setup funktioniert wirklich — und welches fühlt sich nur gut an?
- Live-Trading über MT5-Broker, direkt aus demselben Chart
Was beim Bauen wirklich passiert ist
Ich will hier ehrlich sein, weil mir genau das bei anderen Tools fehlt.
Die Datenfrage hat mich Wochen gekostet. Kursdaten klingen banal, bis man merkt, dass jede Quelle andere Zeitzonen, andere Wochenend-Lücken und andere Preise liefert. Ich habe die halbe Pipeline dreimal neu gebaut, bis Backtest-Kerzen und Live-Kerzen wirklich identisch waren. Ohne das ist Backtesting Selbstbetrug.
Mein eigenes Trading wurde besser — durch das Bauen. Als ich meine Trades zum ersten Mal sauber ausgewertet hatte, war das Ergebnis unbequem: Mein Lieblings-Setup war nicht mein bestes Setup. Die Zahlen waren eindeutig, mein Bauchgefühl hatte jahrelang gelogen. Genau dafür gibt es jetzt das Playbook.
Nicht alles hat funktioniert. Es gab Wochen, in denen der Chart einfach schwarz blieb, Kerzen in der falschen Zeitzone standen oder der Server nachts ausstieg. Ich teile das, weil Transparenz der Grund ist, warum ich diesen Blog schreibe: Ihr sollt sehen, was hier entsteht — inklusive der Fehler.
Warum Beta, warum jetzt
Edgepresso ist in der Beta. Das heißt: Es funktioniert, ich trade selbst jeden Tag damit — aber es ist nicht fertig, und Feedback von echten Tradern ist gerade mehr wert als jedes neue Feature.
Wenn du einen Beta-Code hast, kannst du kostenlos testen. Wenn nicht: Die Preise sind bewusst fair (ab $4.99), und wer früh dabei ist, behält seinen Preis — auch wenn die Preise mit neuen Features später steigen.
Was als Nächstes kommt
Auf meiner Liste stehen unter anderem Copy-Trading zwischen Demo- und Live-Konto, ein besseres Onboarding und mehr Auswertungen im Journal. Was davon zuerst kommt, entscheidet auch euer Feedback — schreib mir gern an [email protected].
Danke fürs Lesen — und fürs Testen.
Benni, Gründer von Edgepresso